Brigitte Hafner
ist Kommunikatorin in der Rail Cargo Group
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Mit 10.000 PS durch Tschechien

Wo im Jahr 1837 Fahrgäste mit der Dampfeisenbahn von Kaiser Ferdinand zwischen Österreich und Polen reiste, pendeln heute Rohstoffe und Papierprodukte mit Höchstgeschwindigkeit in Güterwagen.

Wenn Industriekunden der Stahl- und Automobilindustrie bzw. WPBC Rohstoffe von Polen nach Österreich, Italien oder Ungarn bzw. Serbien zu den verarbeitenden Produktionswerken transportieren, führt die Route entlang des Abschnittes der ehemaligen Kaiser Ferdinand-Nordbahn und des heute Baltisch-Adriatischen Güterverkehrskorridors unweigerlich durch Tschechien. Am Eigenproduktionsnetz der Rail Cargo Group kommt man dabei nicht vorbei. Erschließt das eigene Eisenbahnverkehrsunternehmen in Tschechien doch mit ihrem Produktionsnetz Märkte in Zentral-, Süd- und Osteuropa.

Nahtlos vernetzt

Durch das neue Produktionskonzept, das wir auf Schiene brachten, haben Kunden unterschiedlicher Branchen die Möglichkeit, sich in das qualitativ hochwertige Produktionsnetz der Rail Cargo Group zu verlinken. Dafür werden am tschechischen Güterverkehrsknoten Bohumín-Vrbice Einzelwagensendungen mit unterschiedlichen Gütern gebündelt und zu einem Zug zusammengestellt. Nahtlos geht es dann zum nächsten, in Österreich gelegenen Knoten nach Hohenau, bevor die Waren dann wiederum als Einzelwagensendungen zu den jeweiligen Bestimmungsorten verteilt werden. Für die Gegenrichtung, also die Süd-Nord-Verbindung, gilt selbstverständlich das gleiche Prinzip.

Einzelwagen werden zu einem ganzen Zug zusammengestellt. © ÖBB_Martin Winkler

Schneller, zuverlässiger, pünktlicher

„Wir freuen uns diese Relation im Angebotsportfolio der Rail Cargo Group zu haben. Dabei werden die Zugsprodukte auf Regeltrassen abgewickelt, mit dem entscheidenden Vorteil kürzerer Transportzeiten”, weiß Geschäftsführer des tschechischen Carriers Jan Brčák. „Und das regelmäßig, zu fixen Abfahrtszeiten und fünf bis sechs Rundläufen täglich”, so Brčák weiter. Mit 225.000 Nettotonnen und 70.000 Zugkilometern wird da monatlich ein ordentliches Transportvolumen auf Schiene gebracht. Was unsere Kunden davon haben: eine schnellere und zuverlässigere Traktionsleistungen. Und das Nahtlos. Punkten können wir damit also vor allem durch eine höhere Qualität entlang der gesamten Logistik- und Transportkette.

Mit 10.000 PS geht es auf der Relation Bohumín-Vrbice – Hohenau zur Sache. © ÖBB_Martin Winkler