Jürgen Schauer

Rostfreie Verbindung

Wir kümmern uns mittlerweile seit mehr als einem halben Jahrhundert um die Transporte der voestalpine. Key-Account-Manager Jürgen Schauer erzählt, wie die Zusammenarbeit funktioniert und warum Stahl im wahrsten Sinne nicht unbedingt ein leichtes Produkt ist.

Manche Menschen wissen am liebsten ganz genau, was sie morgens im Büro erwartet. Bei Jürgen ist das anders. Das ist auch gut so, denn als einer der Key-Account-Manager für unseren größten Kunden muss man schon sehr flexibel sein.

„Kein Tag ist wie der andere, und das mag ich“, sagt er.

Bei Tausenden Tonnen Stahl und Rohstoffen, die für die voestalpine quer durch Europa geschickt werden, kann es manchmal zu besonderen Herausforderungen kommen. Dafür, dass es davon möglichst wenige gibt und diese dann so reibungslos wie nur möglich gelöst werden, ist er mitverantwortlich.

Jürgen kümmert sich um die Rohstoffbeschaffung und den Versand der fertigen Produkte der voestalpine ©️Volker Weihbold

Schon früh war klar, dass er in diesem Bereich richtig ist. Nach seiner Lehre als Speditionskaufmann und -logistiker wurde Jürgen mit 18 Jahren bei uns im Vertrieb übernommen. Nach vier Jahren im Vertriebsinnendienst kümmert er sich seit 2012 als Außendienstmitarbeiter um die Importe und Exporte der voestalpine. Insgesamt sind österreichweit zwei Standorte der Business Unit Steel/Energy/ Automotive für den Großkunden da. Er selbst ist im Linzer Team die erste Anlauf- und Schnittstelle für die voestalpine Rohstoffbeschaffungs GmbH und Logistik Service GmbH. Heißt konkret, er lukriert, plant und verhandelt die europaweiten Transporte von Rohstoffen wie Erz, Kohle, Koks oder Schrott zur voestalpine. Außerdem ist er auch für den Versand der fertigen Produkte mit unseren Güterzügen verantwortlich. Jürgen ist also die Schnittstelle zu den internen Abteilungen, stellt zum Beispiel sicher, dass Leerwagen zur Verfügung stehen, und informiert den Kunden sofort, sollte es einmal Verzögerungen geben, weil sich etwa eine schwere Ladung verschoben hat.

Business as usual? Gibt es bei Jürgen kaum. Sind einmal alle E-Mails abgearbeitet, geht es meist noch zum Kunden oder einem Partnerunternehmen ©️Volker Weihbold

Stahl und seine Ansprüche

„Man muss liefern, was man versprochen hat“, sagt Jürgen. Verspätungen können teuer werden, etwa wenn ein Schiffsanschluss versäumt wird. Da ist es gut, die Materialien und ihre Anforderungen beim Transport genau zu kennen.

„Das gefällt mir so gut an meinem Job. Man bekommt tiefe Einblicke in die Produktionskette und lernt die Produkte, die man da verschickt, wirklich gut kennen.“

So weiß Jürgen mittlerweile, dass er es keineswegs mit einem unkomplizierten Material zu tun hat. „Stahlbleche sind ein eher schwieriges Produkt. Sie müssen schnell transportiert werden und es darf zu keinen langen Standzeiten kommen, weil sie leicht rosten.“

Zwei- bis dreimal pro Monat ist Jürgen im Ausland unterwegs, etwa um sich ein neues Lager für den Kunden anzusehen ©️Volker Weihbold

Als Mitarbeiter im Außendienst ist Jürgen regelmäßig beim Kunden – einen weiten Weg hat der Trauner dabei zum Glück nicht. Viel im Auto sitzt er nur, wenn er so wie vor Kurzem für einen neuen Auftrag ein Lager besucht. Dazu reist er etwa mit TechnikerInnen und Qualitätsbeauftragten der voestalpine nach Polen oder Italien. Befinden sie das Partnerunternehmen für gut genug, um die Produkte zwischenzulagern, holt Jürgen erste Angebote ein und handelt die Verträge aus. Er erarbeitet Versandpläne, kümmert sich um weitere logistische Schritte und den Transport vom jeweiligen Bahnhof zum Zwischenlager. Und ist dabei so gut wie rund um die Uhr erreichbar. „Das gehört einfach dazu. Ich würde es langweilig finden, wenn mein Job mit einem erfolgreichen Vertragsabschluss erledigt wäre.“

In den Fahrtpausen werden wichtige Schritte mit den Kollegen im Innendienst koordiniert ©️Volker Weihbold

Miteinander rollt es besser

Vor einiger Zeit hat Jürgen einen alten Vertrag entdeckt. Er stammt aus den späten Vierzigern und zeigt, wie lange die Verbindung zwischen uns und der voestalpine nun schon gut funktioniert. „Es ist ein sehr partnerschaftliches Verhältnis“, sagt Jürgen. „Beide Seiten möchten sich gemeinsam weiterentwickeln, Innovation ist uns allen wichtig.“ So werden bei regelmäßigen Treffen Arbeitspakete geschnürt und geschaut, welche Abläufe in Zukunft verbessert werden können. Aber auch bei unseren Neuanschaffungen und Innovationen wird die voestalpine miteinbezogen.

„Schaffen wir zum Beispiel neue Güterwagen an, spreche ich zuerst mit den KollegInnen bei der voestalpine, um zu sehen, welche Anforderungen ihre Produkte demnächst haben werden. Im Waggonbau arbeiten wir etwa mit den Werkstoffexpertinnen und -experten der voestalpine zusammen“, erklärt Jürgen.

Erst im vergangenen April wurde eine der wichtigsten Logistikvereinbarungen um drei weitere Jahre verlängert. Allein mit dieser Vereinbarung werden jährlich rund 8,6 Millionen Tonnen Rohstoffe und Fertigprodukte von uns für die voestalpine quer durch Europa transportiert. Und Jürgen wird jederzeit wissen, was läuft.

Unser Verschubbahnhof liegt praktischerweise in unmittelbarer Nähe zum Gelände der voestalpine ©️Volker Weihbold

WORDRAP Jürgen Schauer

Das brauche ich unbedingt zum Arbeiten … Handy, Laptop & Auto

Mit diesen Eigenschaften arbeitet es sich besser … Kontakt- und Reisefreudigkeit, Koordinationstalent

In meiner Freizeit … schaue ich Fußball oder reise zu Fußballmatches

Meine KollegInnen … kümmern sich im Innendienst um das Tagesgeschehen und die tägliche Transportabwicklung

Ich bin … immer auf Abruf und eine Art Netzwerker im Unternehmen