Exkursionsbericht

Unsere Speditionslehrlinge zu Besuch beim Topkunden Binderholz!

Ein Exkursionsbericht von unserem Lehrling Vivien Sevignani

Wir die RCG-Lehrlinge aus Tirol, Salzburg, Vorarlberg und Oberösterreich hatten eine spannende, zweitägige Exkursion. Schwerpunkt war die Besichtigung unseres Kunden Firma Binderholz in Fügen im Zillertal.

Eine erfolgreiche Umsetzung braucht eine gute Vorbereitung!

Nach dem gemeinsamen Mittagessen im BahnBistro Innsbruck gab uns Hr. Martin Mairhofer, Key Account Manager der Firma Binderholz bei RCG BU WPBC, am ersten Tag einen Überblick zum Thema Holzwirtschaft in Österreich und Europa, Marktentwicklung und Auswirkungen auf die Transportwirtschaft. Er verschaffte uns auch einen Überblick über die Firmengruppe Binderholz und speziell über die Geschäftsbeziehung zur RCG. Angesprochen wurden die Entwicklung des Transportaufkommens und anstehende Projekte und Zukunftschancen. Eine Wissensüberprüfung in Form eines Internetquiz rundete den ersten Teil der Veranstaltung ab.

©️RCG/Sevignani

Spaß durfte natürlich auch nicht fehlen!

Im Anschluss an die Vorbereitung fuhren wir zur Kartbahn Innsbruck. Training, Qualifying und Rennen standen auf dem Programm. Auf einer Länge von 350 Metern mit 21 Kurven wurde um die Plätze gekämpft. Wir waren all mit voller Begeisterung und “Vollgas” dabei. Beim gemeinsamen Abendessen in einer Pizzeria fand der erste Tag seinen Ausklang und es wurde noch eifrig über die Platzierungen beim Kartfahren diskutiert.

©️RCG/Sevignani

Firmenbesichtigung Binderholz

Am zweiten ging es schon früh am Morgen mit dem Zug nach Jenbach und mit der Zillertalbahn weiter nach Fügen. Nach einem kleinen Fußmarsch wurden wir von Hrn. Mag. Martin Sigl, Leiter Logistik, herzlichst empfangen. In zwei Gruppen wurde wir durch das Sägewerk und das Biomasseheizkraftwerk geführt.

Das Sägewerk:

Bei der Führung durch das Sägewerk wurde uns am Verladeplatz die Sortierung gezeigt, wo die angelieferten Baumstämme nach unterschiedlicher Zopfgröße sortiert werden. Zopf ist in der Holzbranche ein gängiges Wort für Durchmesser. Die Baumstämme laufen auf einem Förderband durch die Sortierung, wobei der Zopf des Baumstammes elektronisch vermessen wird, sodass sie anschließend in die richtige Kammer abgeworfen werden. Von dort werden die Stämme zu den jeweiligen Lagerplätzen verbracht.  Danach ging es ins Sägewerk, wo die Stämme innerhalb von Sekunden gefräst und mittels Kreissägen in Bretter verschiedenster Stärken geschnitten werden – alles vollautomatisch und digital gesteuert. Hr. Sigl erklärte den Verwertungsprozess, denn bei der Firma Binderholz wird alles – bis zum letzten Brösel Sägemehl – einem Verwertungsprozess zugeführt.

©️RCG/Sevignani

Das Feuerwerk (Biomasseheizkraftwerk):

Ausgestattet mit einem Audiogerät und Kopfhörer ging es nach dem kurzen Einführungsfilm „HolzWerk“ ins Gebäude des Biomasseheizkraftwerkes. Gedichte über Holz bzw. die Natur zieren dort die Wände jedes Stockwerkes und ein Raum ist der Geschichte des Holzes gewidmet. Anhand von Geruchsproben konnten Holzarten erraten werden. Im Kesselraum wurde die Verbrennung der Sägeabfälle und im Turbinenraum die Stromerzeugung erklärt. Mit dem erzeugten Strom wird der gesamte Strombedarf des Werkes abgedeckt, Überkapazitäten werden in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Die Abwärme wird für die Holz- bzw. Spänetrocknung und für die Beheizung der Firmengebäude verwendet. Zusätzlich wird Fernwärme für die Beheizung von Wohnhäusern und Hotels abgegeben.

Zum Abschluss der sehr informativen Exkursion gab es noch einen Vortrag über Digitalisierung in der Logistikbranche von Hrn. Mag. Martin Sigl, bevor wir alle wieder top motiviert die Heimreise angetreten sind.