Nina Kozak
ist Kommunikatorin in der Rail Cargo Group
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Zilina-Čadca

Wie Autoteile ohne Umsteigen von der Slowakei bis nach Russland reisen

Um auf zusätzliche Rangierlokomotiven zu verzichten werden auf kurzen nicht elektrifizierten Teilstrecken – also auf Schienenabschnitten ohne Oberleitung und somit ohne Strom – Dieselmotoren eingesetzt.

Dieser so genannte Last Mile-Service wird von unseren KollegInnen in der Slowakei mit unseren Lokomotiven vom österreichisch-slowakischen Grenzbahnhof in den Terminal in Bratislava so zufriedenstellend umgesetzt, dass auf die bereits abgeschlossenen Services ein Folgeauftrag für den slowakischen Abschnitt zwischen Zilina (Slowakei) und Kaliningrad (Russland) folgte.

Anfang April wurde der erste Zug mit PKW-Komponenten von Hyundai und Kia im Terminal in Zilina in Container verladen.

©️ Stanko Michal

Die KollegInnen in der Slowakei übernahmen mit einer Diesellok der Baureihe 2016 den Verschub sowie die Zugbildung bevor der Zug Richtung Čadca abfuhr.

©️ Stanko Michal

Angekommen am Grenzbahnhof Čadca (Slowakei/Tschechien/Polen), wurde der Zug an das polnische Eisenbahnverkehrsunternehmen PKP Cargo übergeben, welches die Beförderung des mit Komponenten gefüllten Zugs durch Tschechien und Polen übernahm, um diesen im Anschluss an die russische Bahn RZD zur Beförderung bis zur Enddestination in Kaliningrad zu übergeben.

Lokführer von links nach rechts: Tibor Belej, Ivan Majerčík, Norbert Csáno (Tfzf.-Instruktor) Peter Vlček, Pavol Peterka, Peter Markusek ©️ Stanko Michal

Insgesamt sind im heurigen Jahr bis zu 270 Rundläufe auf dem slowakischen Streckenabschnitt in Eigentraktion, also unter Regie der Rail Cargo Carrier – Slovakia geplant. Um die Triebfahrzeugauslastung zu optimieren, wurde der Fahrplan möglichst so gestaltet, dass die aus Čadca kommenden Lokomotiven für Züge verwendet werden, die anschließend nach Zilina weiterfahren.