Brigitte Hafner
ist Kommunikatorin in der Rail Cargo Group
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International

Länderportrait China: Kleine Welt groß vernetzt

Die Rail Cargo Group erschließt Märkte in Zentral-, Süd- und Osteuropa. Unser Leistungsgebiet wächst zusehends. Immer weiter reicht unser Netzwerk über die europäischen Grenzen hinaus. Als führender Bahnlogistiker vernetzen wir bereits Handelsrouten von/in Europa bis Asien.

Die Rail Cargo Group ist bereits seit vielen Jahren international unterwegs. Mit Niederlassungen in ganz Europa und starken Partnern bieten wir Verkehre nach Russland, in die Türkei und bis nach China.

Mit unseren hochfrequenten Transportsystemen verbinden wir mehrmals wöchentlich Italien mit Polen – als Drehscheibe in den GUS-Markt. Mit unseren Ganzzugsprodukten geht es täglich nach Griechenland, Serbien, Mazedonien, in den Kosovo, Albanien, Bulgarien und in die Türkei. Waren aus Wirtschaftsregionen in Tschechien, Polen, der Slowakei und Deutschland bringen wir nach Rumänien. Polen verbinden wir über Sopron nahtlos mit Istanbul-Halkali (Türkei). Auch das weitläufige Areal des Hafens Antwerpen/Zeebrügge gehört zu unserem Zielgebiet, um nur einige Beispiele unserer hochfrequenten Verbindungen zu nennen. Aber unser Leistungsportfolio geht weit über die europäischen Grenzen hinaus.

Denn unsere Kunden erwarten zunehmend End-to-End-Logistiklösungen. Daher liegt es nahe, dass wir dort sind, wo auch unsere Kunden sind. Besonders Asien ist für uns ein interessanter und spannender Markt. Konsumgüter für Europa kommen zu einem großen Teil aus China, bisher vor allem per Schiff – künftig wohl zunehmend auch per Bahn. Denn die neue Seidenstraße – ein Milliarden-Infrastrukturvorhaben der Chinesen zur Errichtung eines modernen Verbindungsnetzes von China nach Europa – umfasst 65 Länder mit 70 % der Weltbevölkerung. Ein großer Wirtschaftsraum, der sich dort für uns öffnet. Unlängst brachten wir die ersten direkten Containerzüge von China nach Italien und wieder retour auf die Schiene. Ein Meilenstein am Weg der Internationalisierung.

China setzt auf nachhaltigen Güterverkehr mit der Bahn

Unser Ziel ist es, bis ins Jahr 2025 150 Mio. Tonnen Transportvolumen auf Schiene zu bringen. China ist etwa ein Markt, der neues Volumen und neue Züge für Europa verspricht. Die chinesische Regierung hat dabei ein klares Ziel vorgegeben. Bis 2020 sollen jährlich 5.000 Züge aus China nach Europa rollen, in entgegen gesetzter Richtung mindestens die Hälfte. 90 Prozent dieser 5.000 Züge überqueren die polnische Grenze Malaszewicze. Der Grenzpunkt ist heute allerdings schon total überlastet und wird die steigenden Volumen nicht abfertigen können. Da gilt es von Europa aus Alternativrouten zu entwickeln. Für uns heißt das, dass wir Züge von China kommend über Kaliningrad nach Europa ziehen und somit auch Synergien bzw. Optimierungen von unseren bereits existierenden Verkehren vornehmen werden.

Flexibilität, die entscheidet

Mit eigenen Unternehmen in Zentral- Süd- und Osteuropa und einem hochwertigen Partnernetzwerk sorgt die Rail Cargo Group für sichere und zuverlässige Transporte auf der umweltfreundlichen Schiene. Aber nicht nur die Umweltfreundlichkeit spricht für die Bahn. Betrachtet man etwa die Laufzeit von Tür zu Tür, so liegt diese bei der reinen Seefracht bei 60 Tagen, bei der See-Luftfracht bei 25 Tagen und beim Schienengüterverkehr haben die Waren eine Laufzeit zwischen 20 und 23 Tagen. Ein klarer Vorteil somit für die Bahn, welche auch preislich günstiger als die See- und Luftfracht-Kombination ist. Die Flexibilität spricht ebenso für die umweltfreundliche Variante. Denn auf hoher See sind einem die Hände ziemlich gebunden, so etwas passiert. Die Bahn kann hier wesentlich flexibler agieren, da wir etwa einen Container an einer der Schnittstellen einfach entladen können, um eine Alternativroute zu fahren.