Christian Mikula
ist Kommunikator in der Rail Cargo Group
Alle Artikel lesen

RCG Inside

Power auf Rädern: Start der RCG-Wagenserie

Damit tonnenschwere Lasten bewegt werden können, betreibt die Rail Cargo Group einen imposanten Fuhrpark. Denn unsere Wagen bilden die Basis für jeden Transport. Kennen Sie sämtliche Gattungen unserer Güterwagen? Über wie viele eigene Wagen verfügt die RCG schätzungsweise? Hunderte? Vielleicht tausende? Das und vieles mehr erfahren Sie in den nächsten Wochen hier auf unserem Blog.

Im Eiltempo bahnt sich ein Güterzug der Rail Cargo Group mit 19 Waggons seinen Weg durch die Karpaten – über 500 Meter lang, knapp 1.300 Tonnen schwer. Diesen, und hunderte weitere Züge wickeln wir täglich im Auftrag unserer KundInnen über nationale Grenzen hinweg ab. So unterschiedlich die Destinationen dabei auch sein mögen, wird die Basis dieser Transporte immer die gleiche sein: Das Wagenequipment.

Die RCG verfügt über Wagen verschiedener Gattungen. Oftmals mehr als 20 Tonnen schwer, trägt ein einziger Waggon locker das Doppelte seines Eigengewichts. ©RCG David Payr

Die Fahrzeugflotte der RCG ist so vielfältig wie die verschiedenen Güter, die damit befördert werden. Gedeckte und offene Wagen, sowie Rungen-, Flach-, Schüttgut-, Silo-, Kessel-, Stahl- und Containerwagen stehen zur Verfügung, um Güter verschiedener Branchen – von Stahl und Automotive über Agrar und Holz bis hin zur Rohstoff-, Entsorgungs- und Konsumgüterindustrie – sicher, zuverlässig und umweltfreundlich zu transportieren. Zudem erfordern spezielle Transporte spezielles Wagenequipment. Mit MOBILER, ISU oder der Rollenden Landstraße liefern wir auch dazu die passende Antwort. Darüber hinaus setzen wir mit unserem innovativen Plattformwagen TransANT neue Maßstäbe in punkto Gewichtsreduktion und flexibler Wagenaufbauten. Das gesamte Rollmaterial der RCG umfasst aktuell 21.185 Wagen.

Offener Wagen

Skizze eines offenen Wagens, Eanos © RCG

Der offene Wagen der Gattungsbezeichnungen Ea, Eaos oder Eanos. Er kommt mit Abstand am häufigsten zum Einsatz, etwa beim Transport von Rüben, Kohle, Eisenschrott, Schüttgut oder Holz. Aktuell verfügt die RCG über mehr als 7.200 offene Wagen (ein Mix aus eigenen und angemieteten Wagen). © RCG David Payr

Gedeckter Wagen

Skizze eines gedeckten Wagens, Habbiins/Habbiillns © RCG

Der gedeckte Wagen. Davon sind bei der RCG derzeit mehr als 3.700 im Einsatz, um witterungsempfindliche Güter wie Papier, Zellstoff oder Konsumgüter unbeschadet ans Ziel zu bringen. © RCG David Payr

Container Wagen / Plattformwagen

Containerwagen-Gestell Skizze, eine der fünf Varianten des Sggrrs Wagens © RCG

Der Containerwagen. Mit über 2.500 Wagen dieser Gattung befördern wir im Rahmen intermodaler Transporte diverse Containerwaren zuverlässig bis zum Bestimmungsort. © RCG David Payr

Die UIC-Wagennummer

Jeder Güterwagen verfügt über eine spezielle Kennzeichnung, die entweder an der seitlichen Wand oder seitlich am Untergestell abzulesen ist. Was auf den ersten Blick wie ein verwirrender Dschungel aus Buchstaben und Zahlen aussieht, entpuppt sich bei näherer Kenntnis als international einheitliche Kennzeichnung von Güterwagen. Grundsätzlich besteht die UIC-Wagennummer aus 12 Ziffern, wobei den einzelnen Stellen eine besondere Bedeutung zukommt. Das Gattungszeichen besteht aus dem Gattungsbuchstaben (Großbuchstabe) und gegebenenfalls aus Kennbuchstaben (Kleinbuchstaben).

Die Kennzeichnung der Güterwagen ist international einheitlich, die Maße von Güterwagen anderer Bahnen können jedoch geringfügig abweichen. Die Wagennummer besteht aus 12 Ziffern, wobei den einzelnen Stellen im Allgemeinen folgende Bedeutung zukommt:

  • erste und zweite Stelle: Code für das Austauschverfahren
  • dritte und vierte Stelle: Code für das Eigentumsmerkmal
  • fünfte bis achte Stelle: Typennummer
  • neunte bis elfte Stelle: Ordnungsnummer
  • zwölfte Stelle: Selbstkontrollziffer

Unsere Experten können weiters aus den Gattungsbezeichnungen eines jeden Zuges, wie z.B. Eanos, Shimms und Gabs die Eigenschaften eines jeden Wagens ablesen.

Wagennummern seitlich bzw. am Untergestell © RCG Christian Peschl/RCG David Payr