Christian Mikula
ist Kommunikator in der Rail Cargo Group
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Nachhaltigkeit

Rail Freight Day 2018

Am 6. Dezember drehte sich in den Wiener Börsesälen beim Rail Freight Day alles um Fortschritte und Herausforderungen im europäischen Schienengüterverkehr. Bereits zum fünften Mal trafen hochrangige Vertreter aus der Politik und dem Bahnsektor einen Tag lang zusammen, um gemeinsam die Weichen für mehr Güterverkehr auf Schiene zu stellen.

Im Zeichen des österreichischen EU-Ratsvorsitzes startete der Rail Freight Day mit einer Eröffnungsansprache von Norbert Hofer, Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie. Anschließend nutzten zahlreiche Repräsentanten europäischer Güterbahnen und der Politik die Plattform zur Beleuchtung relevanter Bahnlogistikthemen.

 

Im Fokus standen etwa die Bereitstellung hochwertiger Kapazitäten und die Beseitigung technischer Hindernisse für den Schienengüterverkehr sowie die Stärkung des Schienengüterverkehrs in einem multimodalen Verkehrssystem. RCG-Vorstandssprecher Clemens Först ging in seiner Präsentation darauf ein, wie die Wettbewerbsfähigkeit des Schienengüterverkehrs in einem herausfordernden Umfeld verbessert werden kann und dass die Initiative Rail Freight Forward dabei eine entscheidende Rolle spielt: Eine große Anzahl von Güterbahnen hat sich zusammengeschlossen, um eine gemeinsame Strategie zu entwickeln und den Anteil der Schiene am europäischen Güterverkehrsmarkt auf 30 Prozent zu erhöhen. Denn die große Herausforderung für die Schiene ist, mit der Innovationsgeschwindigkeit der Straße mitzuhalten. Dort werden neue Technologien wie Platooning und das autonome Fahren die Kosten deutlich senken. Umso wichtiger ist es, länderübergreifende einheitliche Voraussetzungen für den Schienengüterverkehr zu schaffen und damit die Interoperabilität zu forcieren.

Der Rail Freight Day findet alljährlich Ende November bzw. Anfang Dezember in Wien statt. Die Veranstaltung wird von der Europäischen Kommission sowie RailNetEurope organisiert und wird vom österreichischen Ratsvorsitz in erster Linie als Möglichkeit genutzt, um Initiativen zur Verbesserungen im internationalen Schienengüterverkehr voranzutreiben.

Mehr Informationen zu 30 by 2030 unter: railfreightforward.eu