Schienengüter- verkehr als ökologische und leistungsstarke Alternative

12. 12. 2019

Die Wirtschaft wächst, die globalen Transportnetze dehnen sich aus und auch der Onlinehandel erfreut sich seit einigen Jahren eines globalen Booms. Aber auch der Klimawandel schreitet voran. Die vor diesem Hintergrund notwendige Ökologisierung des Verkehrs- und Transportbereichs bedeutet aber nicht, dass wir Rückschritte oder eine Verlangsamung des globalen Warentransports hinnehmen müssen – ganz im Gegenteil.

Niki Schmölz ist Autor, Student und Partner der tetraversity media GmbH.
Der junge Eisenbahnspezialist hat seinen Blog zu einer der führenden Medienplattformen rund um die Zukunft der Bahn in Österreich und Europa entwickelt. Durch seine Ideen, Analysen und Kommentare sowie viele spannende Interviews entsteht ein breiter Dialog rund um die Zukunft des Verkehrsträgers Schiene. Nikis neueste Beiträge findet man laufend auf www.eisenbahn.blog

Gastautor: Niki Schmölz, Autor, Student und Eisenbahn-Blogger im RCG-Talk.

Die Bahn als ökologische Alternative

von Niki Schmölz

 

In Zeiten der Klimakrise geht es darum, dass wir in allen Gesellschafts- und Wirtschaftsbereichen umdenken und unsere Systeme neu ausrichten. Meiner Meinung nach ist es enorm wichtig, dass wir Schadstoffemissionen einsparen und so auch für zukünftige Generationen eine lebenswerte Umwelt sicherstellen.

Nirgendwo ist ein Wandel so interessant, wie im Verkehrs- und Transportbereich, weil wir hier, z. B. durch die Bahn, bereits starke Alternativen haben, jedoch trotzdem einen Wandel vorantreiben müssen.

Hier sind politische Rahmenbedingungen gefragt, um Steuern, Förderungen und Subventionen anzupassen. In Österreich wird etwa ein Drittel der CO2 Emissionen vom Verkehr verursacht. Hier ist vor allem der Straßengüterverkehr ein großer Treiber.

Die Bahn kann sowohl im Personen- als auch im Güterbereich eine starke Alternative bieten. Besonders im Güterverkehr ist man deutlich energieeffizienter und umweltfreundlicher als der Straßentransport oder die Luftfracht. Das zeigen folgende Beispiele: Laut Zahlen der Energiestiftung.CH benötigt der LKW auf der Strecke Hamburg-Zürich für 100 Tonnen Fracht 2,9-mal mehr Energie als der Zug.   Und für 100 Tonnen Fracht von Peking nach Zürich benötigt das Flugzeug 22,7-mal mehr Energie als der Bahntransport.

Aber nicht nur beim Energieverbrauch ist die Bahn sehr sparsam. Auch der CO2Ausstoß ist bei der Bahn am geringsten, wie die folgende Grafik zeigt.

Die Bahn präsentiert sich hier als sehr zukunftstauglich. Sie verursacht vergleichsweise wenig Luftverschmutzung und ist enorm ressourcenschonend.
Hätte die Bahn im europäischen Güterverkehr einen Anteil am Modal Split von 30 %, dann könnte man im Vergleich zu jetzt (18 %) pro Jahr 290 Millionen Tonnen CO2 einsparen.

Für die Erreichung der Klimaziele ist es daher eine Notwendigkeit, mehr Güter auf die Schiene zu bringen.