10 Fakten, die zeigen, dass die Schiene auf Klimakurs ist

23. 04. 2020

Wir rechnen fest damit, dass nach der Bewältigung der Coronakrise Mobilität und Gütertransport wieder steigen werden. Bessere Luftqualität, weniger Verkehrslärm und Staus bei gleichzeitig deutlich mehr Mobilität als heute, erreichen wir, wenn der Verkehr in Zukunft deutlich klimaverträglicher und gesünder abläuft.

Der Schienengüterverkehr erfüllt eine Schlüsselfunktion zur Erreichung der europäischen Klima- und Umweltziele. Diese 10 Gründe zeigen, was für die Schiene spricht:

1.   44-mal weniger CO2 als auf der Straße – Während die verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen weiter steigen, verbessern wir kontinuierlich unsere CO2-Bilanz. Dabei spart der Schienengüterverkehr österreichweit jährlich mehr als eine Million Tonnen CO2.

2.   100 % Grüner Bahnstrom – Der Strom im Schienengüterverkehr wird in Österreich vollständig aus erneuerbaren Energien gewonnen. Auch unsere Bahnhöfe, Büros, Werkstätten und Containerkräne werden österreichweit mit Grünstrom versorgt. Dadurch sparen wir erneut über 30.000 Tonnen CO2 pro Jahr.

3.   6-mal geringerer Energieverbrauch bei hoher Leistungsfähigkeit – Mit unseren internationalen Verkehren transportieren wir hohe Lasten auf der Schiene – bei einem wesentlich niedrigeren Energieaufwand als auf der Straße.

4.   3-mal geringere Lärmemissionen – Der Schienengüterverkehr verursacht nur 1/3 des Lärms im Güterverkehr. Wir statten alle in Betrieb befindlichen Güterwagen mit neuen, leisen Bremssohlen aus und vermindern damit die internationalen Lärmemissionen nochmal um die Hälfte.

5.   6-mal geringere externe Kosten – Die bewährten Sicherheitssysteme auf der Schiene verringern die externen Kosten zum Schutz vor Lärm, Klimawandel, Umweltverschmutzung und Unfällen erheblich. Diese sinken sogar auf den neunfachen Faktor, wenn Vor- und Nachlauf auf der Schiene miteinbezogen werden.

6.   8-mal geringere Luftverschmutzung –Der Schienengüterverkehr verzeichnet jährlich 85-mal weniger Todesopfer als auf der Straße, die durch Luftverschmutzung, aber auch Unfälle verursacht werden. Damit wird auch die Verkehrssicherheit durch den Güterverkehr auf der Schiene erheblich erhöht.

 

7.   Nur ein Lokführer nötig für bis zu 50 Lkw – Mit nur einer Person können große Mengen transportiert und so zu einer nachhaltigen und effizienten Güterversorgung beigetragen werden.

8.   Kein Stau an den Grenzen – Unsere planmäßigen und regelmäßigen Verbindungen auf der Schiene ermöglichen einen pünktlichen Warentransport und umgehen den CO2-Ausstoß bei stehendem Verkehr wie beispielsweise an Grenzübergängen.

9.   Nachhaltige Innovationen im Schienengüterverkehr – Unsere nachhaltigen Investitionen im Schienengüterverkehr – wie das Vorantreiben der digitalen automatischen Kupplung (DAK) in ganz Europa – ebnen den Weg für die weitere Erhöhung der Energieeffizienz im Güterverkehr.

10.   Unser Beitrag zur europaweiten Klimaneutralität – Um das steigende Verkehrsaufkommen auf die Schiene zu verlagern, arbeiten wir im Zuge der Initiative Rail Freight Forward intensiv daran den Anteil des Schienengüterverkehrs am Modal Split europaweit bis 2030 auf 30 % zu erhöhen und so die europäischen Klimaziele zu erreichen.

Also lasst uns gemeinsam Zug fahren!

Nähere Informationen:

Als Gründungsmitglied der europäischen Initiative Rail Freight Forward, einem Zusammenschluss europäischer Güterbahnen, haben wir uns zum Ziel gesetzt, den Anteil des Schienengüterverkehrs am Modal Split bis 2030 auf 30 % zu erhöhen und damit die negativen Auswirkungen des Güterverkehrs auf den Planeten und die Mobilität durch Innovation und einen intelligenteren Verkehrsmix drastisch zu reduzieren.

Dafür ist es notwendig, dass Eisenbahnverkehrsunternehmen ihre Hausaufgaben machen und in Innovation und Digitalisierung investieren. Es benötigt in Europa eine einheitliche leistungsfähige Schieneninfrastruktur mit fairen Wettbewerbsbedingungen und einer Kostenwahrheit zwischen Straße und Schiene. Verkehrspolitischen Rahmenbedingungen sollen darüber hinaus dazu führen, dass Eisenbahnunternehmen europaweit schneller, moderner und kundenzentrierter agieren können.

Infos unter: railfreightforward.com